Wie alles begann

Den ersten Kontakt zu Vergaserlampen hatte ich in meiner Militärzeit bei der Schweizer Armee. Es waren die Tilley Flutlichtscheinwerfer, die niemand in Betrieb setzen konnte. Die Beleuchtungskisten hat man wohl gesehen, aber bei unserer Truppe nie in Betrieb genommen.
Da zu diesem Zeitpunkt das Interesse eher gering war gerieten diese Gerätschaften fast 20 Jahre lang wieder in Vergessenheit.
Vor ca. 8 Jahren hatte der Liq-Shop St. Gallen bei einem Traktoren-Oltimertreffen einen Verkaufsstand mit allerlei Material aufgebaut. Dabei waren auch diese Lampen mit Strumpf welche so hell leuchten. Ohne wirklich zu wissen was ich da kaufe habe ich mir so eine Lampe gekauft.
Natürlich war es eine Petromax in der Ausführung der Schweizer Armee. Da wir zu dieser Zeit in einem Wohnblock ohne Bastelraum und nur mit kleinem Balkon wohnten, hatte ich keine Gelegenheit, die Lampe richtig in Betrieb zu nehmen. Darum habe ich dann dieses Ding im Keller eingelagert.
Beim grossen Umzug kam die Lampe wieder zum Vorschein und jetzt war auch die Möglichkeit für eine Inbetriebnahme gegeben.
Aber zuerst musste ich mir die nötigen Hintergrundkenntnisse beschaffen. Internet sei Dank, ich wurde bald fündig und konnte mit dem neuen Wissen die Lampe in Betrieb nehmen.
Als die Lampe auf Anhieb leuchtete waren ich und meine Partnerin so begeistert, dass „irgend etwas“ mit uns passiert ist: Wir haben uns schwer mit dem „Virus petrolensis“ infiziert.
Was dieser Virus alles bewirken sollte, konnten wir nicht mal erahnen (siehe Sammlung weiter unten).
Die Suche im Internet hat gezeigt, dass es da noch mehr zum Entdecken gibt, die Vielfalt der verschiedenen Lampen ist enorm, das Prinzip bleibt aber bei allen Lampen die einen Brennstoff vergasen meist immer das selbe (siehe auch Funktion / Bedienung).
Es kamen immer mehr Lampen dazu, viele mussten von Grund auf restauriert und Teile gesucht werden. In einigen Fällen mussten sogar Teile angefertigt werden, da sie schlicht und einfach nicht mehr erhältlich waren.
Die Suche nach Ersatzteilen hat gezeigt dass es noch viele interessante Lampen gibt, die man gerne hätte.
In der Zwischenzeit sind so ca. 50 Lampen verschiedener Modelle und Herkunftsländern zusammengekommen (der Virus lässt grüssen).
Darunter sind auch einige interessante Eigenbauten bzw. Umbauten aus der eigenen Werkstatt entstanden; die Bilder davon sehen Sie weiter unten.
Aus den Kontakten zu anderen Sammlern sind viele sehr tolle private Kontakte entstanden.
Regelmässig trifft man sich auch zu nationalen und internationalen Sammlertreffen um seine rarsten und schönsten Stücke zu zeigen, und um Erfahrungen auszutauschen. Das ist immer wieder ein Erlebnis der Spitzenklasse.
Da treffen sich dann in der Regal so um die 100-120 Leute auf einem Campingplatz und dann wird die Nacht zum Tag und meistens auch zu einem Touristenerlebnis für den jeweiligen Campingplatz.
Durch die intensiven Restaurierungsarbeiten an den Lampen und mit der Hilfe von vielen Sammlerkollegen haben ich vertiefte Kenntnisse von der Technik der Vergaserlampen erhalten.
Der Schritt zu einem eigenen Vertrieb, sowie die Reparatur von Vergaserlampen anzubieten war schnell entschieden, als ein Freund und guter Bekannter seine Geschäftstätigkeit einstellen wollte.
Ich kann durch das erlangte Wissen und den gemachten Erfahrung aus meiner Sammelleidenschaft und natürlich von meiner gut eingerichteten Werkstatt sofort und ohne Unterbruch profitieren.


Vergaserlampen
 

Karin's Lampen und "Spezielles"

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